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Beitrag von maxi124 am Mi 13 Feb 2008 - 19:54

Das eigene Board
- Ein kleiner Leitfaden mit vielen Tipps und Anregungen –



Du haelst dich gerne auf Boards auf, findest es klasse, zu sehen wie sich ein solches Board entwickelt und moechtest gerne selber aktiv ein solches Board leiten?
Dann bist du hier genau richtig. Folgender Leitfaden wird dir helfen, dass dein Board nicht nur ein Flop, sondern ein richtiger Erfolg wird.

1. Die richtige Boardsoftware

Um ein Board auf die Beine zu stellen bedarf es einer Boardsoftware, welche zum Teil frei und zum Teil kostenpflichtig im Internet zu finden hast.

1.1 Kostenpflichtige Software
Beachte bitte, dass kostenpflichtige Boards oftmals „nach Hause telefonieren“ und deshalb zwingend legal erworben sein muessen. Das Vorhaben des eigenen Boards mit einer illegalen Boardsoftware ist daher zu 99.9% zum Scheitern verurteilt, da diese oftmals von den jeweiligen Boardherstellern zur Anzeige gebracht werden und demnach auch vom Netz genommen werden muessen.
Willst du ein kostenpflichtiges Board einsetzen, so lohnt es sich einen Blick auf das Woltlab Burning Board und das vBulletin Board zu werfen. Dies sind die beiden bekanntesten Boardsoftwares, die auf dem Markt zu finden sind, und sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Solltest du eine solche Boardsoftware benutzen wollen, dann achte bitte – wie bereits gesagt – auf die Legalitaet der Boardsoftware.

1.2 Kostenlose Software
Willst du kein Geld ausgeben, so empfiehlt sich der Einsatz eines phpBB-Boards, welches komplett kostenlos ist und beliebig veraendert und angepasst werden darf. Diese Boardsoftware ist aber - entgegen allen Vorurteilen - keinesfalls schlechter als die kostenpflichtigen Versionen, sondern mindestens genauso gut.
Dazu kommt noch die SimpleMachines Forensoftware, welche ebenfalls kostenlos ist (besten Dank an Tyranastrasz fuer den Hinweis).
Woltlab bietet - so wie einige andere Firmen auch - eine kostenlose Light-Version an.

1.3 Sicherheit

Generell ist es wichtig sein Board sicher zu halten und darauf zu achten, dass man alle Sicherheitsupdates, die von den jeweiligen Boardherstellern geliefert werden, installiert und immer dafuer Sorge traegt, dass kein Außenstehender Zugriff auf administrative Funktionen bekommen kann. Bei Boards bieten sich die sog. Mailinglisten an, die regelmaeßig ueber Sicherheitsupdates informieren.
Der schlimmste Fall, der einem in der Boardlaufzeit widerfahren kann, ist dass ein Hacker alle Daten loescht und man als Administrator dann wieder bei Null anfangen kann. Daher bietet es sich generell an in gewissen Zeitabstaenden - das Zeitintervall ist dabei von der Groeße des Boards und dessen Zuwachsraten abhaengig - Backups zu machen und sich so die Daten zu sichern.


2. Der richtige Webspace
Hast du die richtige Boardsoftware gefunden, so brauchst du noch einen Webspace, auf welchem du die Boardsoftware installieren kannst. Auch hier kannst Du zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten wählen.
Ein Blick in das gulli:board-Forum Webspace ist sicherlich hilfreich, da dort genau solche Diskussionen an der Tagesordnung sind. Anfragen koennen dort selbstverstaendlich auch getaetigt werden. Fakt ist: Guter Webspace muss nicht teuer sein und oftmals ist dieser den kostenlosen Angeboten vorzuziehen, da er eben nicht durch nervende Zwangswerbung finanziert werden muss.

2.1 Kostenloser Webspace
Die kostenlose Moeglichkeit ist meistens durch Werbung finanziert, weswegen es zu ueberlegen ist ob man hier nicht die kostenpflichtige Variante bevorzugen sollte. Beispiele fuer kostenlose Anbieter waeren z.B. Funpic oder auch Kilu.

2.2 Kostenpflichtiger Webspace
Kostenpflichtige Angebote findest du wie Sand am Meer. Hier gibt es jedoch große Unterschiede – sowohl preislich als auch aus Sicht des Service – weshalb es sich lohnt sich ausfuehrlich ueber verschiedene Anbieter und Angebote zu informieren und diese zu vergleichen.


3. Das richtige Themengebiet
Ein Board findet nur dann Anklang, wenn dessen Themengebiet so gewaehlt ist, dass auch wirklich Diskussionsbedarf besteht. Es ist sehr von Vorteil, wenn man das Augenmerk auf ein einziges Themengebiet richtet, bei dem man ich als kuenftiger Administrator auskennt und auch mitreden kann. Dabei sollte man darauf achten, dass das Themengebiet nicht schon zig anderen Boards zu Grunde liegt, um so eine möglichst einzigartige Diskussionsplattform zu erstellen, die das Interesse der User weckt und diese auch dazu bewegt, sich zu registrieren.
Bedenke auch: Ein Board, dass nur dazu geschaffen wurde, dass dessen Administrator seine administrative Willkuer ausueben kann und eben unter seinem Nick den Titel "Admin" prangen hat, ist zumeist zum Scheitern verurteilt.


4. Der richtige Style
Ein gutes Board will auch gut aussehen, denn das Auge surft ja bekanntlich mit. Nun gibt es mehrere Moeglichkeiten dem Forum ein gutes Aussehen zu verleihen.
Bei der Eigenentwicklung eines Templates bzw. dem Beauftragen einer Firma/Privatperson, welche diesen Job uebernimmt, ist es natuerlich anzuraten sich das Template so zu Recht zu legen, dass es mit dem gewaehlten Themenschwerpunkt eine Einheit bildet und optisch diesen Schwerpunkt noch unterstreicht. Moeglichkeiten dazu gibt es viele: von der Farbwahl ueber ein passendes Headerbild bis hin zu speziellen Funktionen innerhalb des Boards sind den Gedanken keine Grenzen gesetzt. Hier gilt es innovativ und offen fuer Neues zu sein um vorne mit dabei zu sein.

4.1 Kostenlose Templates
Man kann auf Templates zurueckgreifen, welche von verschiedenen Entwicklern weltweit fuer die verschiedenen Boardsoftwares entwickelt werden. Meistens ist im Footer dann ein kleiner Hinweis auf den Autor des Templates, der gegen eine kleine Gebuehr entfernt werden kann, oder aber fuer die komplett kostenlose Nutzung des Templates stehen bleiben muss.

4.2 Selbst entwickelte Templates
Die zweite Moeglichkeit ist die Eigenentwicklung eines Templates. Dafuer sind natuerlich Grundkenntnisse in HTML und eventuell auch der Programmiersprache von Noeten, in der die Boardsoftware geschrieben wurde (meistens PHP). Wenn man ueber diese Grundkenntnisse verfuegt und sich eine Eigenentwicklung eines Templates zutraut, dann sollte man auf jeden Fall auf diese Moeglichkeit zurueckgreifen. Denn ein Template, dass so nicht an allen Ecken und Enden des Internets zu finden ist, ist natuerlich immer besser als ein Standardtemplate das oft und gerne von vielen Webmastern eines Boards benutzt wird.

4.3 Templates von Agenturen
Eine letzte Moeglichkeit ist sich ein solches Template entwickeln zu lassen. Im Internet finden sich verschiedene Firmen und Privatleute, die sich sehr gut in den verschiedenen Programmiersprachen auskennen und solche Aufgaben uebernehmen. Allerdings ist diese Moeglichkeit dann auch zwangslaeufig mit Kosten verbunden.


5. Grundlagen schaffen und das Board in Bewegung bringen
Hat man einmal die das richtige Themengebiet ausgewaehlt, sollte man dafuer sorgen, dass es anfangs mit qualitativ hochwertigen Beitraegen versorgt wird. D.h. es ist von Vorteil, wenn man durch eigene Beitraege (vor allem in der Anfangsphase) dafuer Sorge traegt, dass das Boardgeschehen auf einem gewissen Niveau stattfindet und nicht zu sehr ins Laecherliche abrutscht. Man muss sich immer im Klaren darueber sein, dass man als Administrator eine Vorbildfunktion einnimmt und vorlebt, wie man sich im Board zu benehmen hat. Je zivilisierter man als Administrator selbst auftritt, desto hoeher wird das Niveau sein, auf dem die Konversationen aufbauen und desto mehr Stammuser wird das Board fuer sich gewinnen koennen.
Auch ist es weltklug den unregistrierten Usern den Lesezugriff auf das Board zu erlauben, da sie potentielle neue Stammuser sind und man neue "Kundschaft" durch eine Zwangsregistrierung nur verschreckt, so dass sich jene lieber ein anderes Board suchen, bei dem sie auch unregistriert einmal reinschnuppern koennen.
Desweiteren ist es sinnvoll parallel zum Board eine Webseite zu betreiben, die als Grundgeruest dienen kann. Stammuser einer Webseite werden sicherlich auch mal im Board vorbeischauen und dort auch zu Stammusern werden. Ein Forum alleine lockt noch lange nicht so viele User an, wie eine Webseite, die passend dazu ein Forum fuer Diskussionen bietet.

Noch ein Wort zu der (Sub)Forenanzahl:
Es ist sinnlos gleich am Anfang mit massig (Sub)Foren loszulegen, da es immer schlecht aussieht, wenn ein (Sub)Forum nur schlecht besucht ist und sich dort wenige Threads und Beitraege finden. Da aber am Anfang erstmal eine gewisse Anlaufzeit benoetigt wird um voll durchstarten zu koennen, sollte man lieber mit weniger (Sub)Foren anfangen und dafuer einige wenige gut gefuellte Bereiche haben, als die User mit zig Unterforen, die dann zwangsweise nur spaerlich gefuellt sind, zu erschrecken und im schlimmsten Falle zu vertreiben.


6. Kritik ertragen und umsetzen koennen
Es ist wichtig auf Vorschlaege seitens der User einzugehen und diese nicht von vorn herein als negativ abzustempeln. Natuerlich ist nicht jeder Vorschlag sinnvoll und muss umgesetzt werden, sondern gerade hier tritt die Administratoren-Rolle ins Geschehen und es liegt an dir, diese Vorschlaege umzusetzen, oder es eben bleiben zu lassen. Dass du konstruktiver Kritik allerdings erstmal freundlich gegenueber stehen solltest muss an dieser Stelle wohl nicht mehr explizit erwaehnt werden.


7. Warez-, Hacker-, FXP-Boards:
Einen Spezialfall bilden diese Boards bzw Themen (im weiteren Text als Warezboards zusammengefaßt), welche sich zumeist in einer juristischen Grauzone bewegen und sich oftmals an den Grenzen der Legalitaet bewegen. Fuer diese Boards gelten etwas andere Regeln, welche hier im Folgenden aufgefuehrt werden sollen. Diese Liste ist keinesfalls vollstaendig, sondern soll nur einige Bereiche ansprechen, die schon des oefteren von den Administratoren der anderen Warezboards falsch gemacht wurden:

Der richtige Hoster, sollte sich nicht in Deutschland befinden. Vor allem Funpic, Ohost und Kilu, welche oftmals dafuer benutzt werden, weil sie kostenlos sind, sind der absolut falsche Platz um darauf ein Warezboard zu hosten. Die Hoster sind dafuer bekannt solche Angebote unweigerlich zu kicken und eventuell sogar dagegen vorzugehen. Außerdem macht man sich damit lächerlich, weil man bewiesen hat, von der Materie keinerlei Ahnung zu haben.

Die Boardsoftware sollte trotz der Tatsache, dass sich die Warezboards am Rande der Legalitaet bewegen, legal sein und keinesfalls eine Raubkopie darstellen. Viele wissen nicht, dass die Autoren dieser Boardsoftwares ohne Ermuedung solche Boardsoftwares ausfindig machen und gnadenlos verfolgen und anzeigen, weshalb es wahrlich nicht zu empfehlen ist eine solche zu benutzen. Will man dafuer kein Geld ausgeben lohnt es sich einen Blick auf die oben genannten freien Alternativen zu werfen.


8. Das Projekt ist fertig! Wie und wo werbe ich am besten?
Die Werbung ist die halbe Miete, wenn nicht sogar mehr. Beeindruckende Beispiele, wie man es nicht machen sollte, findet man fast täglich im Werbe-Forum des gulli:boards.

8.1 Der Name
Man sollte dringend davon Abstand nehmen, sich mit einem nichts sagenden und komplett informationslosen Satz in der Form von "Neues Board" oder "Schaut mal bei mir rein, Leute" anzukündigen. Das ist peinlich, da man sich als inkompetenter Kinder-Admin geoutet hat.
Schlimmer als das sind dann Namen in Leet-Speak. Leet-Speak hatte mal für eine kurze Zeit tatsächlich einen Sinn, gehört mittlerweile allerdings als Relikt der Vergangenheit an. Solche Boards werden nahezu hundertprozentig von Menschen mit einem Alter oder IQ unter 18 betrieben.

8.2 Die Beschreibung
Wenn dein Board überhaupt einen Sinn hat, so ergibt sich die Beschreibung aus diesem. Nichts ist nerviger, langweiliger, peinlicher und kontraproduktiver als eine nicht vorhandene Beschreibung. Man stellt sich auch nicht vor ein Autohaus und da sind nur die Typennamen der vorhandenen Fahrzeuge aufgelistet. Nein, da stehen auch noch die Infos darüber, was denn da geboten wird, welche Vorteile es hat und was dahinter steckt. Also erzähl ein wenig über Dich und Dein Board. Warum hast Du es aufgemacht? Bist Du allein oder machst Du das mit anderen zusammen? Was willst Du erreichen? Was zeichnet Dein Board aus? Warum sollte man sich auf diesem Board registrieren?

8.3 Was sollte ich bei einem Warez-Board vermeiden?
Keine Anfragen nach Hackern, Scannern, Uppern und so ein Zeugs. Besser bekannt als das dynamische Trio Haxx0r, Sc4nn0r & Fill0r. Siehe Leet-Speak. Das ist peinlich und vollkommen unsinnig. Außerdem kennt man solche Leute, oder eben nicht. Und nichts ist dämlicher, als auf einem offiziellen und von jeder Strafverfolgungsbehörde gelesenen Board nach solchen Freaks zu fragen und damit seine Straftaten anzukündigen. Vor allem, wenn manch schlauer Mensch solche Boards auf Domains hostet, die über eine einfache Whois-Anfrage den Realname verraten.

Wenn man also diese Dinge beachtet hat, so kann man sich relativ sicher sein, noch lange Freude am Board-Admin-Dasein zu haben und es langfristig als Erfolg verbuchen zu können.

Viel Glück!

maxi124
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Re: Über Foren...

Beitrag von jumpy am Sa 16 Feb 2008 - 10:43

maxi124
Exclamation
beachte bitte das geistige Eigentum der Autoren und Verfasser und vermerke es unter "Deinem" Artikel mit folgenden THREAD (inkl. URL):


Quelle: crash[kid]
http://board.gulli.com/thread/547641-hinweise-und-anregungen-zum-eigenen-board/


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